18. März 2022

Bei fehlendem Selbstvertrauen braucht es aktive Unterstützung

Das Konzept des Selbstvertrauens lässt eine breite Palette von Interpretationen zu und stellt einen nicht definierten, aber wichtigen Zustand dar, den man persönlich und beruflich anstrebt. Das Magazin Psychology Today bezeichnet Selbstvertrauen als den Glauben an sich selbst und die Überzeugung, dass man die Fähigkeit und den Willen hat, die Herausforderungen des Lebens zu meistern und erfolgreich zu sein.

Ob gefühlt oder vermisst, wahrgenommen oder gemessen – Vertrauen spielt unweigerlich eine entscheidende Rolle bei der Verfolgung neuer beruflicher Chancen. Ein Mangel an Selbstvertrauen führt jedoch oft zu Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen und kann sich schliesslich in unausgesprochenen Bedürfnissen und Wünschen, ineffektivem Selbstmarketing, suboptimalen Positi-onen, verpassten Chancen auf Gehaltserhöhungen und Boni und schliesslich in einem chronischen Gefühl der Unzufriedenheit äussern.

Regelmässig ist Selbstvertrauen ein zentrales Thema bei Frauen, die am Programm „Women Back to Business“ teilnehmen und nach einer Familienpause oder persönlichen Pause wieder ins Berufsleben einsteigen möchten. Die WBB-Teilnehmerinnen sind hoch qualifizierte und hoch motivierte Talente. Dennoch unterschätzen viele der Frauen ihre Kompetenzen und halten sich für unter-qualifiziert oder „nicht gut genug“ für ihre beruflichen Träume.

Das mangelnde Selbstvertrauen der Frauen, die ins Berufsleben zurückkehren, hat verschiedene Ursachen. Viele WBB-Teilnehmerinnen haben Jahre der Kindererziehung hinter sich und/oder sind als nachziehende Ehefrau oder Partnerin neu in der Schweiz. Oft gehen diese Frauen davon aus, dass ihre Fähigkeiten veraltet sind, dass der Markt jüngere Talente sucht und dass die Arbeitgeber Schwierigkeiten haben werden, ihren nicht linearen Karriereweg zu verstehen.

Für Frauen, die weder eine Schweizer Landessprache sprechen noch ein Diplom einer Schweizer Universität besitzen, können die Hürden und das mangelnde Vertrauen noch grösser sein – selbst wenn sie beeindruckende akademische Zeugnisse und entsprechende berufliche Kenntnisse und Erfahrungen mitbringen. Mangelndes Selbstvertrauen macht sich oft schon bei der Stellensuche, bei Vorstellungsgesprächen und Verhandlungen bemerkbar. Daher bewerben sich Frauen oft auf Stellen, für die sie überqualifiziert sind, wenn sie sich überhaupt bewerben.

Das WBB-Programm begegnet diesem allumfassenden Mangel an Selbstvertrauen, indem es zusätzlich zu einer umfassenden Managementausbildung, Skills-Workshops und Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung anbietet, die darauf ausgerichtet sind, diese Probleme anzugehen und die Teilnehmerinnen aktiv dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten wieder aufzubauen und ihr Selbstvertrauen wiederzugewinnen. Dazu gehören Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächsfähigkeiten, effektive Kommunikation im Team, klarer und positiver Ausdruck der eigenen Kompetenzen, Interessen und Vorlieben, Aushandeln von Gehaltsvorstellungen und schliesslich die Übernahme der Verantwortung für die eigene Karriere mit Zuversicht.

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Über die Autorin / den Autor
Kristin Fuchs Programm Managerin Open Enrolment Programmes Kristin Fuchs ist seit Januar 2021 Programme Managerin für das Women Back to Business Programme und das Reskilling Sales Programme an der Executive School of Management, Technology and Law (ES-HSG).