23. Januar 2018

Die Zukunft von Rechtsdienstleistungen

Am 11. und 12. Januar 2018 fand im Hotel Einstein in St. Gallen die erste Konferenz zum Thema «Die Zukunft von Rechtsdienstleistungen» statt (#futurelegal2018).

Wie alles begann

Vor genau einem Jahr bedauerte das Organisationskomitee der ausgetragenen Konferenz die Seltenheit von Zusammenkünften für Fachleute und Akademiker, die sich mit dem Thema der Zukunft von Rechtsdienstleistungen befassen. Um dies zu ändern, beschlossen Peter Lederer, John Flood und Leo Staub  eine entsprechende Konferenz ins Leben zu rufen und luden dazu die Crème de la Crème an Experten auf diesem Gebiet ein.

Donnerstag – Tag 1

Nach ihrer Ankunft hatten alle Teilnehmer zunächst die Gelegenheit, sich bei einem leichten Mittagessen kennenzulernen. Damit war der internationale und interdisziplinäre Austausch über die Zukunft von Rechtsdienstleistungen offiziell eröffnet. Interdisziplinär deshalb, weil sowohl Akademiker als auch Vertreter aus der Unternehmenspraxis, aus Anwaltskanzleien sowie aus der Welt der sogenannten «Alternative Legal Service Provider» den Weg nach St. Gallen gefunden haben. Mit der anschliessend von Leo Staub und Peter Lederer gehaltenen Begrüssungsrede begann der offizielle Teil der Konferenz.

Ziel der Konferenz war der Ideenaustausch sowie die Identifizierung möglicher Forschungsprojekte zur Zukunft der Erbringung von Rechtsdienstleistungen. Zu diesem Zweck hat jeder Teilnehmer im Vorfeld der Konferenz einen Forschungsvorschlag eingereicht. Diese wurden nun in der Nachtmittagssession vorgestellt. Dank des beeindruckenden Engagements der Teilnehmer bestand der Nachmittag aber nicht nur aus Vorträgen, sondern war auch von lebhaften und inspirierenden Diskussionen geprägt.

Zufrieden und weiterhin voller Energie gingen die Konferenzteilnehmer in die Pause, bevor anschliessend der Weg zum gemeinsamen Abendessen unter die Füsse genommen wurde. Im idyllischen Restaurant Unterer Brand, mit ausgesprochen gastfreundlicher Bedienung von Frau Linder und ihrer Familie, genossen wir ein typisch Schweizerisches Käsefondue. Bei dem leckeren Essen wurde weiterhin der interdisziplinäre Austausch gepflegt, wobei natürlich auch das persönliche Gespräch unter den Teilnehmern in der angenehmen Atmosphäre nicht zu kurz kam. Zu späterer Stunde traten die Teilnehmer mit der Mühleggbahn die Heimkehr zum Hotel Einstein an.

Ich kann nur für mich selbst sprechen, wenn ich zugebe, dass ich selten so glücklich war wie in dieser Nacht, als ich nach diesem intensiven und gleichzeitig faszinierenden Tag endlich in mein Bett schlüpfte.

Freitag – Tag 2

Der nächste Morgen begann etwas träge, als der Morgenkaffee vor dem Konferenzraum – in skandalös unschweizerischer Manier – fünf Minuten länger als geplant dauerte. Sobald jedoch John Flood die Moderation der Konferenz wiederaufnahm, setzte sich das unermüdliche Engagement aller Teilnehmer fort. Nach den letzten Präsentationen der Forschungsideen wurden drei Gruppen gebildet, in welchen die Themen der Konferenz im Rahmen von Workshops noch detaillierter diskutiert werden konnten. Der Fokus lag dabei auf den i) Anwaltskanzleien und «Alternative Legal Service Provider», ii) konzerneigenen Rechtsabteilungen sowie der iii) juristischen Ausbildung. Jede Gruppe musste über die eingereichten und präsentierten Forschungsvorschläge abstimmen, um die vielversprechendsten zu definieren und weiterzuentwickeln. Es versteht sich von selbst, dass dies keine leichte Aufgabe war. Nichtsdestotrotz präsentierte jede Gruppe zum Schluss ihre Ergebnisse sowie einen interessanten Forschungsvorschlag, den man weiterverfolgen kann.

Vor dem offiziellen Ende dieser inspirierenden Konferenz dankte Leo Staub allen Anwesenden für ihre engagierte Teilnahme und lud zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Für alle, die sich nach dem Mittagessen die Beine vertreten möchten, wurde anschliessend eine Sightseeing-Tour durch die St. Galler Altstadt angeboten. Wir bewunderten eindrucksvolle und geschichtsträchtige Gebäude, die prunkvolle Kathedrale sowie die majestätische Abtei mit ihrer zum UNESCO Weltkulturerbe ernannten Stiftsbibliothek, die einen bis ins 8. Jahrhundert zurückreichenden Buchbestand aufweist.

St.Gallen Cathedral
St.Gallen Cathedral – Foto: Sabrina Weiss

Wir haben diese zwei Tage sehr genossen und freuen uns schon jetzt auf alle noch folgenden Konferenzen über die Zukunft der Rechtsdienstleistungen.

 

Titelbild: Octavian Rosca on Unsplash