Digitalisierung im Kanzleigeschäft – Hype oder „here to stay“?

Ich habe aufgehört, die Tagungen über die Digitalisierung im Rechtsmarkt zu zählen! Gefühlte zwei Dutzend solcher Tagungen haben 2017 im Deutsch-sprachigen Raum stattgefunden. Noch einmal so viele sind für 2018 angekündigt. Macht das Sinn? Sollten wir nicht wieder etwas breiter darüber nachdenken, wie wir das Kanzleigeschäft in Zukunft betreiben wollen?

Unbestritten ist: Moderne Technologien eröffnen neue Möglichkeiten bei der Erstellung der anwaltlichen Kernleistung (Dokumenterstellung und -verwaltung, rechtliche Recherche oder die Analyse grosser Dokumentmengen sind oft genannte Beispiele), beim Wissensmanagement in der Kanzlei, im Marketing oder etwa in der finanziellen Führung der Kanzlei.

Nur: Strategie, Geschäftsmodell-Design, Kundenorientierung, Prozessoptimierung, Risikomanagement, Leadership, Führung über Kennzahlen oder Kommunikation sind Themen, die wieder stärker in den Fokus rücken müssen. Eine Kanzlei wird nicht dadurch erfolgreicher, dass ein von aussen angeheuerter Techniker eine neue Software installiert. Hinter einer solchen Investition muss eine klare Strategie stehen. Die Partner der Kanzlei müssen sich im Klaren darüber sein, welche Dienstleistungen sie anbieten wollen, welches die angepeilten Mandantensegmente sind, in welchen Märkten die Kanzlei präsent sein möchte und wie sie ihre Dienstleistungen vertreiben will. Das erfordert klare Festlegung und Abgrenzung. Nur so entsteht am Ende ein eigenständiges Profil im Markt und damit ausreichend Sichtbarkeit bei bestehenden und potenziellen Mandanten.

Executive School Studiengang:
Law & Management

Management for the Legal Profession

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen für Juristinnen und Juristen mit Anschluss zum EMBA

In meinem Blog möchte ich eine Lanze brechen für eine ganzheitliche Sicht auf Kanzleiführung. Ich möchte eine Diskussion anstossen über

  • Trends im Kanzleimarkt,
  • Strategie-Entwicklung,
  • mögliche Organisationsformen für Kanzleien,
  • die konsequente Ausrichtung der Kanzlei auf die Interessen ihrer Mandanten,
  • den Umgang mit Risiken,
  • Anforderung an das Führungsverhalten von Kanzleipartnern,
  • die Rekrutierung, Förderung und Promotion von jungen Anwältinnen und Anwälten
  • die finanzielle Führung der Kanzlei und über
  • Probleme rund um die Gründung der Kanzlei, deren Wachstum und die Nachfolgeregelung beim Ausscheiden von Partnern.

Ich freue mich schon sehr über die Diskussion mit Ihnen zu den Themen in dieser kleinen Serie! Bis bald!

Ihr Leo Staub

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie «Die wichtigsten Trends im Rechtsmarkt». Erfahren Sie mehr in den anderen Artikeln:

 

Photo by Luke Palmer on Unsplash

 

Don't miss our updates

Don't miss our updates - sign up to our weekly newsletter.

Please wait...

Thank you for signing up to our updates!