20. Januar 2021

Diverse Karrierewege – Wunschdenken oder Realität?

Es ist klar, dass der Karriereweg nicht für alle an denselben Ort hinführt. Zentral ist, dass Unternehmen Rahmenbedingungen schaffen, die eine Vielfalt von Karrieren wie z.B. Mosaik-Laufbahn, Bogenkarriere, Um- und Wiedereinstieg etc. möglich machen. Auf der anderen Seite braucht es von Mitarbeitenden die Bereitschaft und Neugier, sich weiterzuentwickeln, verschiedene Wege auszuprobieren und mobil zu bleiben. Fehlen diese beiden Elemente laufen wir Gefahr, dass Unzufriedenheit entsteht, dass plötzlich Arbeitsmarkt(un)fähigkeit zum Thema wird und dass demografischer Wandel und erhöhte Lebenserwartung zur Last werden und nicht als Chance zum Vorteil von Mitarbeitenden und Unternehmen genutzt werden.

Haben denn alle, egal welchen Alters, welcher Herkunft, welchen Geschlechts dieselben Aussichten auf eine vielfältige, bereichernde Karriere?

Unsere Analysen im Rahmen des Diversity Benchmarking lassen vermuten, dass wir noch nicht soweit sind, um von Chancengleichheit in Bezug auf Mobilität und Weiterentwicklung sprechen zu können. Wer unter 40 Jahre alt ist, ist begehrt, hat gute Chancen auf einen neuen Job – oder auf eine Beförderung. Gilt dies für Männer und Frauen gleichermassen? Unsere Analysen zeigen uns Jahr für Jahr, dass sich traditionelle Rollenvorstellungen in Kombination mit entsprechenden Rahmenbedingungen (z.B. teure Kinderbetreuung, kurzer Mutterschaftsurlaub) nachteilig auf die Karriereentwicklung von vielen Frauen auswirken. Eine Reduktion des Pensums wirkt sich nachweislich negativ auf Beförderungschancen aus. Aber wie steht es grundsätzlich um die Fairness von Beförderungspraktiken? Welche Elemente sind ausschlaggebend, dass eine Person in eine höhere Hierarchieebene aufsteigt? Mit unserer aktuellen Studie «Beförderungen in Führungspositionen» möchten wir Transparenz schaffen und Zusammenhänge verstehen – teilen Sie auch Ihre Erfahrung mit uns und nehmen Sie an unserer Umfrage teil.

Die Resultate werden im Advance & HSG Gender Intelligence Report im September 2021 veröffentlicht.

Weitere Aufschlüsse wird uns das diesjährige Diversity Benchmarking mit Fokus «Gender plus» ermöglichen: Wie verliefen die Karrierewege von Männern und Frauen im vergangenen Jahr? Stimmt unsere These, dass Frauen über externe Rekrutierung aufsteigen, Männer über interne Beförderungen? Im welchem Alter machen Männer und Frauen die relevanten Karriereschritte? Und welchen Einfluss hat die Corona Krise?

Wenn Sie für sich und Ihr Unternehmen mehr zu dieser Thematik erfahren möchten, nehmen Sie an unserer Benchmarking Studie teil und melden Sie sich hier an!

 

 

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Über die Autorin / den Autor
Nicole Niedermann Nicole Niedermann hält einen Master in Arbeits- und Organisationspsychologie und Betriebswirtschaftslehre der Universität Fribourg. Sie arbeitete die vergangenen zehn Jahre in der Finanz- und Versicherungsbranche und hielt bei der Swiss Re verschiedene Funktionen im Bereich Human Resources inne. Die letzten sieben Jahre war sie für die Entwicklung und Umsetzung einer globalen Diversity & Inclusion Strategie verantwortlich und hat insbesondere in den Bereichen Frauenförderung, Unconscious Bias, Lohn- und Chancengleichheit verschiedene Programme geleitet. Sie ist Mitbegründerin von unternehmensinternen D&I Netzwerken und war beteiligt an der Gründung von Advance Women Schweiz. Mit ihrer Praxis- und Kundenerfahrung unterstützt sie das CCDI bei der Leitung von Firmenprojekten, bei HR Prozess Datenanalysen und beim Neu- und Weiterentwickeln von Dienstleistungen.