17. Januar 2018

Frauen in Führungspositionen: In der Schweiz eine Rarität

Interview mit Prof. Dr. Gudrun Sander

Kaderpositionen sind weltweit noch stark von männlicher Hand geprägt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens Heidrick & Struggles zeigt den Frauenanteil in Geschäftsleitungen von Finanzunternehmen auf. Die Schweiz bildet mit einem Anteil von fünf Prozent das Schlusslicht der Auswertung, während Norwegen mit 38% die Spitzenposition einnimmt.

Frau Prof. Dr. Gudrun Sander, Expertin für Diversity Management, sieht einen Erklärungsansatz in der traditionellen Rollenverteilung im deutschsprachigen Raum, wo vielen Frauen – insbesondere Müttern – die Erwartung zugeschrieben wird, in einem Teilzeitpensum tätig zu sein. Die oft debattierte Frauenquote empfindet Gudrun Sander jedoch nur differenziert als geeignetes Instrument zur Eindämmung der Problematik. Essentiell ist, dass sich in den unterschiedlichen Branchen auch genügend qualifizierte Frauen für entsprechend einflussreiche Positionen rekrutieren lassen.

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Management-Weiterbildung für Wiedereinsteigerinnen oder Umsteigerinnen

In kleinen Schritten wird die weltweite Problematik angegangen. In einigen Bereichen werden Anstrengungen unternommen, Frauen vermehrt in Führungspositionen einzubinden. So hat das britische Gouvernement eine Charta «Women in Finance» lanciert und Deutschland ein Gesetz für Lohntransparenz implementiert. Derweil prüft der Schweizer Bund eine Frauenquote für Grossunternehmen, um den weiblichen Führungsanteil in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen zu stärken.

Sehen Sie das ganze Interview im Video der Luzerner Zeitung.

 

Photo by Dylan Siebel on Unsplash