Jetzt nicht in Panik geraten!

Die momentan ausserordentliche Situation erfordert von Führungskräften diszipliniertes Denken und Handeln sowie Vertrauen in die Improvisationskunst. Wichtig im Moment ist, mit kühlem Kopf, gesundem Menschenverstand und einer stabilen Wertebasis die bestmöglichen Entscheidungen für die Mitarbeitenden und das Unternehmen unter dieser grossen Unsicherheit zu treffen. Tag für Tag, Woche für Woche. Die HBM-Unternehmerschule sucht dabei mit nach konkreten Antworten auf unternehmerische Fragestellungen in der Corona-Krise.

Jedes Unternehmen geht mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Krise. Allgemeine, theoretische und praktische Ratschläge sowie Checklisten zum Umgang mit einer Krisensituation sind im Moment besonders häufig auf dem Markt und im Internet zu finden. Jetzt gilt es aber, auf den Einzelfall zu schauen und das allgemeine Wissen anzuwenden. Damit befasst sich die HBM Unternehmerschule für einzelne ihrer Alumni und Teilnehmenden sowie im Rahmen der persönlichen Unternehmensmandate.

Bei der Analyse der Fälle und der Erarbeitung von Lösungen stellen sich häufig die folgenden Fragen:

  • Ist das Unternehmen in einer Branche tätig, dessen Geschäftstätigkeit aufgrund staatlicher Verbote von einem Tag zum anderen gänzlich zum Erliegen gekommen ist?
  • Welche (staatlichen) Hilfen können gefordert und angefordert werden?
  • Hat das Unternehmen eine Liquiditätsreserve aufbauen können, um 6 Monate ohne Einkünfte überleben zu können, oder war das aufgrund der bisherigen Wachstumsdynamik und Margensituation gar nicht realisierbar? Woher kann dann die erforderliche Liquidität jetzt noch kommen?
  • Kann das Kurzarbeitergeld seitens des Unternehmens noch aufgestockt werden?
  • Haben bereits Fälle von Erkrankungen zu einer berechtigten noch stärkeren Verunsicherung der Mitarbeitenden geführt?
  • Kann die Führung über die verschiedenen Ebenen und Bereiche des Unternehmens noch aufrecht erhalten werden? Wie kann das Vertrauen im Unternehmen und in den Teams am Leben erhalten werden?
  • Wie müssen die Produktionsprozesse und die Arbeitsplatzorganisation umgestaltet werden? Welche Bereiche müssen wann stillgelegt werden?
  • Sind die neuen, digitalen Kommunikations- und Arbeitsformen bereits eingeübt oder müssen sie noch aufgebaut werden? Ist die Infrastruktur dafür bereits ausgelegt?
  • Funktionieren die digitalen Vertriebs- und Kommunikationskanäle mit den Kunden auch unter Hochlast?
  • Wie gelingt der Spagat zwischen notwendiger persönlicher und erzwungener digitaler Führung unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen?
  • Wie können den Mitarbeitenden und den Unternehmenden (Existenz-)Ängste genommen/reduziert werden? Wie ist die interne und externe Krisenkommunikation auszugestalten?
  • In ganz schwierigen Fällen: Sind die kantonalen und landesspezifischen Regelungen der Insolvenzverfahren bekannt und eröffnen sich darüber notfalls Sanierungsoptionen?
  • Wie kann eine allfällige Insolvenzverschleppung verhindert werden?
  • Welche realistischen Szenarien für die nächsten Monate sind denkbar, was für Konsequenzen hat das?
  • Welche Abhängigkeiten zu Lieferanten, Partnern und Abnehmern im In- und Ausland bestehen? Welche Verträge haben jetzt noch welchen Wert?
Executive School Studiengang:
Open Programmes

Advanced Management Program

Refresher für erfahrene Führungskräfte mit grosser Führungserfahrung

Die Henri B. Meier Unternehmerschule sucht in ihren Weiterbildungen die Verknüpfung von Sachlogik und Sozio-Psychologik und bereitet diese Inhalte für angehende und erfahrene Führungskräfte auf. Die Teilnehmenden von Weiterbildungen der Unternehmerschule erweitern ihre Führungskompetenz auf Grundlage der eigenen Fachkompetenz mit Persönlichkeits- und Sozialkompetenz. Genau dies ist in der jetzigen Krisensituation erforderlich. Sachlich angemessene Entscheidungen zu Finanz-, Personal- und Strategie-/Prozessfragen zu treffen. Zudem ist der verantwortungsbewusste Umgang und die Gestaltung von sozio-psychologischer Prozesse im Unternehmen und mit den Mitarbeitenden von besonderer Bedeutung.

Die momentan ausserordentliche Situation erfordert von Führungskräften diszipliniertes Denken und Handeln sowie Vertrauen in die Improvisationskunst. Dabei gilt es die aufkommende Verzweiflung und Zukunftsängste abzubauen. Wichtig im Moment ist, nicht in Panik zu geraten und emotionale, unbedachte Entscheidungen zu treffen, sondern mit kühlem Kopf, gesundem Menschenverstand und einer stabilen Wertebasis die bestmöglichen Entscheidungen für die Mitarbeitenden und das Unternehmen unter dieser grossen Unsicherheit zu treffen.

Die HBM-Unternehmerschule ist jetzt bestrebt konkrete Antworten auf unternehmerische Fragen der Corona-Krise zu finden.