21. April 2021

Law & Management wird CO2-neutral

Nachhaltigkeit ist bei Law & Management nicht nur in den Vorlesungen ein Thema, sondern auch für uns als Anbieter von Executive Education direkt relevant. Denn wir wollen mit Ihrer Weiterbildung nicht nur eine positive Wirkung auf Ihr Leben, sondern auch auf unserer Erde hinterlassen. Wir haben deshalb den CO2-Fussabdruck unserer Weiterbildungskurse untersucht, damit wir diesen zuerst angemessen ausgleichen und anschliessend gezielt weiter reduzieren können. Es freut uns, dass der Geschäftsbereich Law & Management als Teil der Executive School der Universität St.Gallen ab 2021 seine Weiterbildungsangebote CO2-neutral durchführt.

Als Teil der Executive School der Universität St.Gallen bietet der Geschäftsbereich Law & Management verschiedene Weiterbildungsangebote an der Schnittstelle von Recht und Betriebswirtschaft sowohl als offene als auch massgeschneiderte Kundenprogramme an. Wir adressieren dabei auch das Thema Nachhaltigkeit in unseren Vorlesungen, z.B. in Kursen zu Strategie, Compliance und Governance. Konkretes Handeln fordern nicht nur die neuen Anforderungen an die Unternehmen (z.B. CSR, ESG, GRC), sondern auch wissenschaftliche Daten zum Klimawandel. Als uns ein Kunde bat, das angebotene In-House Programm CO2-neutral zu erbringen, war das der Auslöser dafür, unseren CO2-Verbrauch zu überprüfen, auszugleichen und zu reduzieren.

Wir starteten vor einem Jahr ein Projekt, um herauszufinden, wie gross unser Fussabdruck wirklich ist. Für uns war klar, dass wir nicht nur das Minimum erfüllen wollten, indem wir bloss die Operationen unseres eigenen kleinen Teams anschauen. Wir wollten vielmehr alle Leistungen und Emissionsquellen einbeziehen, die mit unseren Weiterbildungen zusammenhängen, d.h. auch die mit dem konkreten Unterricht verwendeten Energien, wie beispielsweise zur Beheizung der Kursräume oder für die Verpflegung, und v.a. auch die von unseren Referierenden und Kursteilnehmenden verursachten Emmissionen, z.B. durch Anfahrt und Übernachtungen.

Das war eine spannende und aufwändige Fleissarbeit. Am Ende errechneten wir für das Kalenderjahr 2019 einen CO2-Fussabdruck von 120 Tonnen CO2-Emmissionen. Davon fielen zwei Drittel auf die Reisetätigkeit, wovon wiederum 40% durch unsere Teilnehmenden für Anfahrt und Übernachtungen verursacht wurden.

Um das Ziel der CO2-Neutralität schnell zu erreichen, haben wir uns entschieden, zuerst entsprechend Emissions-Zertifikate zu kaufen, damit wir diesen Fussabdruck umgehen ausgleichen können. Wir werden künftig natürlich laufend weiter prüfen, wie wir unseren Fussabdruck gezielt zusätzlich reduzieren können. Dass die Reisetätigkeit die grösste Hebelwirkung hat, ist aufgrund der Ergebnisse selbsterklärend, aber schwierig umzusetzen, weil wir uns als Präsenzuniversität verstehen. Allen, die uns helfen, zu einem besseren Resultat beitzutragen, danken wir bereits im Voraus bestens dafür!

Künftig dürfen also insbesondere auch die Teilnehmenden in unseren Kursen ein besseres Gewissen haben, wenn sie sich bei uns weiterbilden, weil wir ihren CO2-Fussabdruck bereits mitberücksichtigen und mitkompensieren. Das waren im Jahr 2019 übrigens – alleine in unseren offenen Programmen, also ohne unsere Kundenprogramme gerechnet – bereits fast 300 Teilnehmende aus dem DACH-Raum, die sich während 24 Seminarwochen bei uns weitergebildet hatten.

Über die Autorin / den Autor
Prof. Dr. Bruno Mascello Akademischer Direktor der Executive School of Management, Technology and Law der Universität von St.Gallen, Direktor des Executive Weiterbildungsprogramms für Juristen “Management for the Legal Profession (MLP-HSG)”, Rechtsanwalt, Dozent und Autor zu verschiedenen Fragen an der Schnittstelle von Recht und Management.