Mentoring – Sponsoring – Coaching: Was sind die Unterschiede?

Ob es nun darum geht, die eigene Karriere voranzutreiben oder darum, dass eine Organisation ihre Mitarbeitenden weiterentwickeln will, Sponsoring, Mentoring und Coaching sind dabei unerlässlich. Aber jeder dieser drei Prozesse ist leicht unterschiedlich ausgerichtet, wobei sie sich aber gegenseitig nicht ausschliessen.

Sponsoring

Sponsoring ist eine Form des Marketings. Unternehmen, die Kunden gewinnen wollen, sponsern Veranstaltungen und Sportler*innen, um auf ihre Marke aufmerksam zu machen. Sponsoren sind angesehene und erfahrene Personen (meistens Führungskräfte) mit einem hohen Status, Einfluss und Macht, die über Netzwerke verfügen, auf die sie zurückgreifen können, um Entscheidungen zu beeinflussen. Indem Mitarbeitende unter der Ermutigung eines Sponsors auf ein Ziel hinarbeiten, werden sie engagierter und motivierter, Aufgaben und Projekte zu erfüllen, was auch dem Unternehmen zugutekommt. Dabei ist es wichtig, dass es sich um eine vertrauensvolle Beziehung handelt. Eine Person, die als Sponsor auftritt, ist eine Art Fürsprecher*in, indem er oder sie sich für die zukünftigen Erfolge der gesponserten Person einsetzen kann sowie hinter verschlossenen Türen über diese Person spricht. Eine gesponserte Person hat grössere Chancen, in eine spezifische Rolle zu kommen, befördert oder mit einem begehrten Projekt betraut zu werden, als jemand, der auf sich allein gestellt ist. Eine Person kann alles richtig machen, aber wenn niemand die Bemühungen dieser Person bemerkt und anerkennt, wird es sehr schwierig sein, innerhalb der Organisation weiterzukommen. Jemanden zu haben, der sich lautstark für einem einsetzt, ist entscheidend für den Erfolg.

 

Coaching

Coaching ist eine aufgaben- und leistungsorientierte Beziehung zwischen einem erfahrenen oder fachkundigen Coach und einem Mitarbeitenden (oder einer Gruppe von Mitarbeitenden). Diese Beziehung ist sowohl für den Erfolg der Mitarbeitenden als auch für den des Unternehmens wichtig, denn sie beinhaltet mehr als nur ein einmaliges Feedback durch Vorgesetze oder eine einmalige Trainingseinheit. Wie in der Sportwelt kann ein guter Business-Coach Mitarbeitenden helfen, sich zu übertreffen, indem er oder sie beobachtet, wie bestimmte Aufgaben ausgeführt werden und konstruktive Kritik anbietet, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Dabei werden mithilfe von Beurteilungen, Werkzeugen und Methoden ermittelt, was welche Person braucht. Ganz wichtig ist der Aspekt des aktiven Zuhörens, um Verbesserungs- und Wachstumsmöglichkeiten zu identifizieren. Durch eine konstruktive Interaktion helfen Coaches den Mitarbeitenden, ein besseres Bewusstsein für den Entwicklungsbedarf ihrer Fähigkeiten zu erlangen und Verantwortung für Verbesserungen zu übernehmen. Ein wichtiges Merkmal ist, dass das Coaching spezifisch auf die Bedürfnisse der einzelnen Person zugeschnitten ist. Diese Personalisierung trägt zur Motivation bei, die Ziele zu erreichen, wovon sowohl die Mitarbeitenden als auch das Unternehmen langfristig profitieren.

 

Mentoring

Mentoring ist eher abstrakt. Ein Mentor oder eine Mentorin sieht nicht jeden Spielzug und gibt eher Ratschläge aufgrund von Anekdoten, wie man den Ball im Auge behält, um beim Sport zu bleiben. Mentoring ist beziehungsorientiert und erhöht das Potenzial für die zukünftigen Karriereziele und Erfolge. Mentor*innen können innerhalb oder außerhalb einer Organisation sein. Mentoring wird dadurch angetrieben, dass die Mentees eigene Bedürfnisse erkennen. Fachleute in allen Bereichen können von Mentoring-Beziehungen profitieren. Mentor*innen begleiten Menschen meistens langfristig. Die Beziehung kann formell durch Organisations- oder Bildungsprogramme strukturiert sein oder informell zwischen Mentor*in und Mentee aufgebaut werden. Mentoring konzentriert sich meistens auf den Aufbau von Geschäftskenntnissen und Selbstvertrauen. Ein Unternehmen kann in Erwägung ziehen, sich für Mentoring zu entscheiden, um internes Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. Es mag den Anschein haben, dass die Vorteile des Mentoring eine Einbahnstraße sind, aber das ist nicht der Fall. Diese Beziehung ist eine Partnerschaft mit gegenseitigem Nutzen, wobei beide Partner*innen zielgerichtet lernen und von dieser Beziehung profitieren.

 

Alle drei oben beschriebenen Prozesse sind äusserst wichtig für die Talententwicklung, und zwar sowohl für die einzelnen Mitarbeitenden wie auch für die Unternehmung.

 

 

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