25. September 2017

Warum «DESIGN THINKING» mehr ist als blosse Spielerei

Design Thinking bietet Methoden, mit denen Anwender innovative Dienstleistungen und Produkte entwickeln, verändern, reparieren oder neu erfinden können. Es gibt Anwendern Hilfsmittel an die Hand, um mit so genannten «Wicked Problems» umzugehen – mit Herausforderungen, die in dynamische Umgebungen eingebettet sind und für die es keine einfachen Lösungen gibt.

Die Fähigkeit, «Wicked Problems» zu lösen, entwickelt sich mehr und mehr zu einer Hauptanforderung innerhalb von Unternehmen und Design Thinking bietet uns konkrete Methoden, mit denen wir eine grosse Zahl von Möglichkeiten und Lösungsansätzen erkennen, einschätzen und erproben können. Kurz gesagt: Design Thinking ermöglicht uns bessere Ergebnisse, indem es uns hilft, Lösungen zu erarbeiten, die an die Bedürfnisse der Kunden angepasst sind.

Wenn wir in der Geschäftswelt auf Herausforderungen treffen, greifen wir nicht selten zu bewährten Lösungen, selbst wenn uns vollkommen bewusst ist, dass diese nicht exakt zu dem zu lösenden Problem passen. Dieses Vorgehen, das kurzfristig durchaus zeitsparend wirken kann, bringt allerdings häufig nicht die Ergebnisse hervor, aus denen langfristiger Erfolg erwachsen kann. Der Pfad zu neuen, besseren Lösungen – mit anderen Worten: Innovation – kann abschreckend, holprig und planlos wirken und uns das Gefühl geben, unsere Zeit zu verschwenden. Doch wenn wir uns auf Antworten verlassen, die die dynamischen Eigenschaften des betreffenden Problems aussen vor lassen, können wir unmöglich zu belastbaren, nachhaltigen Ergebnissen gelangen.

Genau dieser Herausforderung nimmt sich Design Thinking an, denn bei diesem Lösungsansatz werden zunächst die Bedürfnisse von Nutzern und Kunden durch «Bedürfnisanalyse» (Interviews, Beobachtungen etc.), Prototypisierung und Testing untersucht. Eine Leitmaxime des Design Thinking lautet «Scheitere oft und frühzeitig». So lässt sich Lernerfolg maximieren.

Über die Autorin / den Autor
Dr. Rachel Brooks
Dr. Rachel Brooks-Ames Lachenmeier ist seit Januar 2016 Programm Managerin für Custom-Programme an der Executive School of Management, Technology and Law.Von 2011 - 2016 promovierte Frau Dr. Brooks an der Universität St.Gallen im Programm „Organisation und Kultur". In ihrer Forschung befasste sie sich mit der Frage, wie Entscheidungsträger multinationaler Unternehmen grundlegende Beurteilungen der sozialen Bedürfnisse in ihren Rohstoffmärkten vornehmen. Sie hält einen Bachelor in Lateinamerikanische Studien des Smith College in Massachusetts und einen Master ebenfalls in Lateinamerikanische Studien der New York University.